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Technik
Wie entsteht eigentlich Solarstrom?
Solarzellen wandeln Sonnenlicht direkt in Strom um. Da eine einzelne Solarzelle nur eine geringe Spannung erzeugt, werden viele Zellen zu einem Solarmodul zusammengeschaltet. So entsteht genügend Spannung und Leistung, um den erzeugten Strom direkt im Haus zu nutzen oder in das Stromnetz einzuspeisen.
Welche Voraussetzungen sollte mein Gebäude erfüllen?
Es sollte über ein Flachdach, Schrägdach, Walm- oder Satteldach mit Dachflächen verfügen, die idealerweise nach Osten, Westen oder Süden zeigen. Ihre Dachfläche sollte möglichst wenig verschattet sein. Falls Ihr Gebäude unter Denkmalschutz steht, prüfen Sie bitte vorab, ob eine Photovoltaikanlage installiert werden darf.
Wird eine Prüfung der Dachstatik angeboten?
Die Prüfung und Freigabe der Dachstatik hinsichtlich der PV-Zusatzlast ist durch einen Statiker unseres Dienstleisters möglich.
Muss mein Haus eine Potentialausgleichsschiene besitzen?
Ja. Ihre Photovoltaikanlage muss (mit einem Fundament-/Tiefen- oder Ringerder) geerdet werden - eine Potentialausgleichsschiene ist notwendig. Die Profilschienen werden dafür über Erdungskabel miteinander verbunden. Falls sie noch nicht vorhanden sind, können sowohl Erdung als auch Schiene durch unsere Fachpartner gegen Aufpreis nachgerüstet werden.
Was bezeichnet man als Eigenverbrauchsanteil?
Als Eigenverbrauchsanteil bezeichnet man den selbst genutzten Anteil des erzeugten Solarstromes. Beispiel: Werden pro Jahr durch die Photovoltaikanlage 3.000 kWh Solarstrom erzeugt und davon 1.800 kWh direkt im eigenen Gebäude verbraucht, beträgt der Eigenverbrauchsanteil 60 %.
Was ist der Autarkiegrad?
Der Autarkiegrad gibt an, wie viel Prozent des eigenen Stromverbrauchs durch selbst erzeugten Strom gedeckt werden können. Ein Beispiel: Ihr jährlicher Stromverbrauch beträgt 5.000 kWh pro Jahr. 3.500 kWh des durch die PV-Anlage produzierten Solarstroms nutzen Sie direkt im Gebäude, so wird ein Autarkiegrad von 70 % erreicht.
Was bedeutet kWp (Kilowatt-Peak)?
Kilowatt-Peak bezeichnet die maximale Leistung einer Photovoltaikanlage unter standardisierten Testbedingungen. Dieser Wert dient dazu, Größe und Leistungsfähigkeit einer Solaranlage zu vergleichen.
Beispiel: Eine PV-Anlage mit 10 kWp kann unter optimalen Bedingungen eine Spitzenleistung von 10 Kilowatt erzeugen.
Die tatsächliche Stromerzeugung hängt jedoch von Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Ausrichtung, Neigung der Module und Witterung ab.
Wie wird meine Photovoltaikanlage ausgelegt?
Bei der Auslegung Ihrer Solaranlage sind zunächst Ihre Wünsche entscheidend. Falls Sie (noch) keine konkreten Vorstellungen haben, ermitteln wir die optimale Größe und das beste Sparpotenzial.
Wie kann ich die Leistung meiner Photovoltaikanlage überprüfen?
Sie können die wichtigsten Werte z. B. direkt am Wechselrichter ablesen. Im Rahmen der Inbetriebnahme Ihrer Anlage erklärt Ihnen der Fachpartner den Zugang zum Wechselrichter-Portal.
Aus welchen Komponenten besteht eine Photovoltaikanlage?
Eine Photovoltaikanlage besteht aus den folgenden Komponenten, die individuell aufeinander abgestimmt sind und an die baulichen Grundgegebenheiten des Hauses angepasst werden:
-??Solarmodule, die aus der Sonnenenergie Gleichstrom erzeugen.
-??Wechselrichter, die den Gleichstrom in netzfähigen Wechselstrom umwandeln.
-??Zweirichtungszähler, der den in das Stromnetz eingespeisten Strom und den aus dem Netz bezogenen Strom misst.
-??Verkabelung und Montagegestell, auf dem die Solarmodule befestigt werden.
-??Stromspeicher (optional), der den erzeugten Solarstrom zwischenspeichert.
-??Das Energiemanagementsystem, steuert und optimiert die Energieflüsse im Haushalt. So wird der Eigenverbrauch erhöht und der selbst erzeugte Solarstrom effizient genutzt.
-??Notstrom- /Ersatzstromfunktion, versorgt Ihr Zuhause bei einem Stromausfall – je nach System nur ausgewählte Stromkreise oder das gesamte Haus– mit Energie aus der Photovoltaikanlage und dem Stromspeicher.
Wann ist ein Dach ungeeignet für eine Photovoltaikanlage?
Bei Dacheindeckungen mit Schindeln, Welleternit (asbesthaltiges Dach), Schieferdach, Reet-Eindeckung sowie bei starker Sanierungsbedürftigkeit. Pappdocken hingegen stellen keine Einschränkung dar, da unser Fachpartner diese fachgerecht ausbessern kann. Gemörtelte Dächer bedürfen einer genauen Prüfung. Ebenfalls ungeeignet sind denkmalgeschützte Gebäude oder bei Ensembleschutz eines Straßenzugs. Die Installation einer Solaranlage ist dann leider aus gesetzlichen oder technischen Gründen vorerst nicht möglich.
Welche Lebensdauer hat eine Photovoltaikanlage?
Aktuell gehen wir bei einer Photovoltaikanlage von einer Lebensdauer von mindestens 25 Jahren aus. Über diese Dauer wird sich die Modulleistung jährlich geringfügig verringern. Nach 30 Jahren haben die Module aber immer noch eine garantierte Leistung von 88,8 Prozent. Die verwendeten Materialien sind sehr langlebig und korrosionsbeständig, dabei aber nicht beweglich, so dass einem langen Einsatz nichts im Wege steht. Die am stärksten beanspruchte Komponente einer Photovoltaikanlage ist der Wechselrichter. Sollte dieser im Laufe der Betriebsdauer ausfallen, kann er durch einen Neuen ersetzt werden.
Wie viele Module erhalte ich?
Nach Prüfung der örtlichen Gegebenheiten erhalten Sie ein detailliertes Angebot, in dem sowohl die Anzahl der Module als auch der Preis für alle anfallenden Arbeiten genau definiert sind.
Kann ich mein Elektroauto mit Solarstrom laden?
Ja. Mit einer Wallbox und einer Photovoltaikanlage laden Sie Ihr Elektrofahrzeug bequem zu Hause mit selbst erzeugtem Solarstrom. Das reduziert Ihre Stromkosten, erhöht den Eigenverbrauch und macht Sie unabhängiger vom öffentlichen Stromnetz. In Kombination mit einem Energiemanagementsystem erfolgt die Ladung auf Wunsch automatisch mit überschüssigem Solarstrom.
Ist eine Notstrom- oder Ersatzstromversorgung möglich?
Mit einem passenden Stromspeicher und Wechselrichter kann Ihre Photovoltaikanlage bei einem Stromausfall weiterhin Energie bereitstellen. Je nach System werden wichtige Stromkreise oder das gesamte Haus zuverlässig versorgt. Für die Notstromversorgung wird eine Ersatzstrom-Umschaltbox mit passender Notstrom-Steckdosenverteilung benötigt.